Erstaunlich, wie frei von Angst die Mathematik an der Heinrich-von-Stephan-Gemeinschaftsschule aufgenommen wird. Mathematik erfahren unsere Schülerinnen und Schüler, in dem wir sie zu eigenständigem Lernen im eigenen Tempo anleiten. Zu jedem neuem Thema gibt es eine Checkliste, die das zu Lernende und die Wege dahin skizziert.
Selbsterklärendes Arbeitsmaterial – welches wir ständig weiterentwickeln – vermittelt Informationen und erlaubt das Einüben mathematischer Kompetenzen auf verschiedenen Stufen.

Damit es niemals langweilig wird, integrieren wir viele sinnvolle Arbeitsformen, z.B. Gruppenarbeit, Lernspiele, Wettkämpfe (in Klassen oder außerhalb, wie z.B. Känguru), Themenhefter und Vorträge. Außerdem gibt es in der Mittelstufe zu den vier Mathestunden noch feste Übungszeiten, da es ja keine Hausaufgaben gibt.

Die Beschreibung des Mathematikunterrichts durch eine Schülerin finden sie unten.

Um sicher zu stellen, dass jeder Schüler die nötige Hilfe und passendes Feedback für ein erfolgreiches Lernen erhält, sind oftmals zwei Mathematiklehrer pro Klasse im Einsatz. Unser Kollegium weist sowohl sehr erfahrene Kolleginnen und Kollegen aus, aber auch viele junge, frisch ausgebildete Menschen. Wir diskutieren viel über die Qualität unseres Unterrichts und arbeiten gemeinsam außerhalb der Unterrichtszeit beständig daran, unser Lernangebot zu verbessern.

Schülerbrief

Kurzbericht über den Mathematikunterricht an der Heinrich-von-Stephan-Gemeinschaftsschule

Wir Schülerinnen und Schüler an der Heinrich-von-Stephan-Gemeinschaftsschule haben einen besonders vielfältig gestalteten Mathematikunterricht. Bei der Gestaltung und dem Ablauf der Mathestunden dürfen wir kräftig mitentscheiden.

Das sieht ungefähr wie folgt aus: Wir können unsere sogenannten „Lernburgen“ nutzen. Das sind Aufsteller, die mit drei Pappwänden aufgebaut sind. Diese fördern unsere Konzentration und verhindern die Möglichkeit, uns ablenken zu lassen.
Zu einem Thema gibt es viele verschiedene Arbeitsblätter zu bestimmten Schwerpunkten. Diese Arbeitsblätter sind nach Schwerpunkt und Inhalt durch Nummern gegliedert. Zu den Arbeitsblättern führt man eine sogenannte „Checkliste“, auf der die Nummern der Arbeitsblätter und kurz die Kompetenz, die man erworben hat, notiert sind. Diese erfüllt einen kleinen Teil der Dokumentation und Reflexion des Lernens. Hierbei gibt es natürlich Schülerinnen und Schüler, die unterschiedlich weit kommen.

In bestimmten Schwerpunkten arbeiten wir mit Aufgabenkarten. Das sind Karten, die auf einer Seite mit einer Skizze und einer Textaufgabe zu dem jewieligen Thema bedruckt sind und auf der anderen mit der dazugehörigen Lösung.
Manchmal kriegen wir Lerndominos, da sucht man zum Beispiel zu einer Funktionsgleichung den Scheitelpunkt und legt die beiden Karten nebeneinander. Da eine Karte in der Mitte durch einen Strich geteilt ist, sind auf einer Karte zwei unterschiedliche Fragen/Antworten. So entsteht bei dem Zusammenlegen der Kärtchen eine Kette.
Wenn es um Körper und Figuren in der Mathematik geht, haben wir z.B. Würfel oder andere Körper, deren Volumen wird erst berechnet und im Nachhinein werden diese Körper mit Sand gefüllt. Danach kann man die Menge des Sandes mit den Berechnungen vergleichen. Dies alles dient zur besseren Veranschaulichung und somit zum besseren Verstehen.

TÜV ist ein zwanzigminütiges Unterrichtsfach. Manchmal kriegen wir eine Hand voll Kärtchen, auf denen Fragen und kleine, kurze Basisaufgaben rund um Mathematik gestellt werden. Diese Fragen stellen wir uns gegenseitig. Wer die richtige Antwort liefern konnte, darf als nächstes fragen. Es entsteht eine Schülerkette.
Andernfalls plant ein Schüler ungefähr 10-15 Kopfrechenaufgaben, die jeder für sich ausrechnet und aufschreibt. Die Lösungen werden am Ende vorgelesen und die Schülerinnen und Schüler schauen, wie viele sie richtig und falsch haben.